Amerika
USA
US-Verkehrsminister Duffy gab bekannt, dass die Federal Railroad Administration (FRA) umgerechnet 4,2 Mrd. EUR für Projekte zur Verbesserung der Sicherheit im interurbanen Personenverkehr zur Verfügung gestellt bekommt. „Unter Präsident Trump baut Amerika wieder auf“, sagte Duffy. „Anstatt für das verfehlte Hochgeschwindigkeitsprojekt unter der Regierung von Joe Biden zu verschwenden, werden gezielte Investitionen das Leben von Bahnreisenden, lokalen Autofahrern und Fußgängern verbessern“, so heißt es. Vor allem die Sicherheit an Bahnübergängen soll verbessert werden, an denen es jedes Jahr bei mehr als 2000 Unfällen zu 200 Todesopfern kommt.
(WKZ, Quelle US Departement of Transportation)
Mexiko
Die mexikanische Ferrocarril del Istmo de Tehuantepec (FIT) erhielt Ende April 2025 acht Triebköpfe und zehn Mittelwagen der in Großbritannien ausgemusterten class 43 (IC125). Bei der FIT sind bereits zehn Triebköpfe und 29 Mittelwagen zwischen Coatzacoalcos (Golf von Mexiko) und Salina Cruz (Pazifik) im Einsatz. (em 8/25)
Ecuador
Im Norden Ecuadors verkehrt seit Ende April 2025 wieder der dampfbetriebene Touristenzug „Tren Tayta Imbambura“, der 2024 nach einem Unfall eingestellt wurde. Um den Betrieb auch langfristig zu erhalten, soll die befahrene Strecke Ibarra – San Antonio – Andrade Marin saniert werden (em 8/25)
Asien
Indien
Ende Mai 2025 begann in Indien der Bau von 1200 Elloks des Typs D9. Die 120 km/h schnellen und 9.000 PS starken Güterzugloks werden von Siemens in mehreren indischen Werken gebaut. (em 8/25)
Aserbaidschan
Die Aserbaidschanischen Eisenbahnen ADY erhalten vom chinesischen Hersteller CRRC sieben neue Dieselloks des Typs AC50. Sie sollen im Nord-Süd-Korridor des Landes im Güterverkehr eingesetzt werden. 14 weitere Loks sollen folgen. (em 8/25)
Myanmar
Myanmars regierende Militärjunta teilte am 24. August mit, dass der Goteik-Viadukt, eine der bekanntesten Eisenbahnbrücken Asiens aus der Kolonialzeit, einst die höchste Eisenbahnbrücke der Welt, von bewaffneten Gruppen, „gebombt und zerstört“ worden sei.
Vertreter der regierenden Militärjunta und bewaffneter Milizen geben sich gegenseitig die Schuld für die Zerstörung. In einer Erklärung der Junta hieß es, die Brücke sei „mit Minen gesprengt“ worden“.
(div. Quelle, u.a. Lok Report, WKZ)
Europa
Polen
Polen verfügt nach Deutschland und Frankreich über das drittlängste Bahnnetz in der EU. Immer mehr Menschen nutzen die Bahn. Um das wachsende Interesse bedienen zu können, braucht das Land ein modernes Schienennetz. EU-Gelder spielen dabei eine entscheidende Rolle. Ein Ziel ist es, stillgelegte oder marode Strecken in ländlichen Regionen zu sanieren. Darüber hinaus will Polen ein Gleisnetz für Hochgeschwindigkeitszüge verlegen. Bis 2035 soll eine 480 km lange Strecke von Warschau bis nach Lodz führen. Sie verläuft anschließend weiter nach Poznan und Wroclaw im Süden. (Tracknews v. 26.09.2025)
Finnland
Die finnische VR erhielt zwischen 1996 und 2003 insgesamt 46 Elloks der Baureihe Sr2, die in Schweizer Lizenz in Anlehnung an die dortige Re 460 (Lok 2000) gebaut wurden. Aufgrund einer schwierigen Ersatzteilbeschaffung rangierte die VR die Lokbaureihe zunehmend aus. Mit der fortschreitenden Auslieferung der neuen Sr3 (80 Stück, Siemens Vectron) droht nach 2026 das endgültige Aus für die Sr2. Die Sr1 aus den 1970er Jahren (112 Stück aus Russland) bilden hingegen das Rückgrat im elektrischen Personen- und Güterverkehr. (em 8/25)
Dänemark
Die feste Fehmarnbeltquerung wird sich bis mindestens 2032 verzögern. Für Bahnreisende nach Skandinavien ist das keine gute Nachricht. Während auf der dänischen Seite die Arbeiten zügig vorangehen und die Neubaustrecke nach Kopenhagen bis 2027 fertig sein soll, hakt es wieder mal auf deutscher Seite wie beim Zulauf zum neuen Brenner-Basistunnel. Das Ziel ist, in 2½ Stunden umweltfreundlich von Hamburg nach Kopenhagen zu kommen. Die unsägliche deutsche Bürokratie schlägt auch bei diesem Großprojekt gnadenlos zu. (Tracknews von 12.09.2025)
Portugal
Die Hauptbahn der Beira Alta wurde vollständig modernisiert und wiedereröffnet. Sie verfügt nun über moderne elektronische Signal- und Telekommunikationssysteme sowie Ausweichstellen, die das Kreuzen von 750 m langen Zügen ermöglichen, wodurch die Betriebskapazität und die Effizienz im Güterverkehr verbessert werden. Die Strecke ist ein strategischer Korridor und von wesentlicher Bedeutung für die Eisenbahnanbindung an Spanien und Mitteleuropa. Die 202 km lange Strecke gilt als eine der schönsten Bahnstrecken Portugals und wurde bereits zwischen 1992 und 1998 mit EU Fördermitteln grundlegend modernisiert. Jetzt kann mit Geschwindigkeiten bis 160 km/h gefahren werden.
Serbien
Am 8. Oktober 2025 wurde der reguläre Personenverkehr auf der von China gebauten Hochgeschwindigkeitsstrecke Belgrad – Subotica mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h aufgenommen. In den drei Jahren seit der Aufnahme des regulären Personenverkehrs zwischen Belgrad und Novi Sad haben rund 12,5 Millionen Fahrgäste diesen Abschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke genutzt, davon rund 6,1 Millionen mit dem hochmodernen Zug „Soko“. Während die Maßnahmen in Serbien ein äußerst positives Echo haben, werden die chinesische Einflussnahme (Anbindung „ihres“ Hafens Piräus/Griechenland) sowie die weiterzuführende Trasse nach Budapest aus EU-politischer und ökonomischer Sicht kritisch betrachtet.
(Tracknews von 13.10 2025)