Nachrichten – Fern-Express Heft 3/2025

Beschreibung

By 2024, only a very few steam locomotives remain in industrial, non-tourist service worldwide. They can be found in a steelworks in North Korea, in sugar mills in Indonesia and at the Kreka coal mines in Bosnia-Herzegovina. The steam locomotives in Bosnia are of German origin and date back to World War II. Yet they are confined to shunting inside the mine yard. Video taken in february 2024 during a FarRail tour.

Im Jahr 2024 sind weltweit nur noch sehr wenige Dampfloks im industriellen nicht-touristischen Einsatz: in einem Stahlwerk in Nordkorea, in Zuckerfabriken in Indonesien und in den Kohlebergwerken der Kreka-Gesellschaft in Bosnien-Herzegowina. Die Dampfloks in Bosnien sind deutscher Bauart aus dem zweiten Weltkrieg. Sie werden inzwischen nur noch zum Rangieren innerhalb des Werksgeländes eingesetzt. Das Video ergänzt den Artikel zu den Eisenbahnen in den Balkanstaaten in Heft 3/2025 der Zeitschrift Fernexpress.

Hochgeladen am:  28. September 2025, 23h30

Länge:  2 min 40 sec

Afrika

Marokko

Marokko treibt seine Bahnrevolution voran: König Mohammed VI hat grünes Licht für ein ambitioniertes Eisenbahn-Ausbauprogramm im Wert von umgerechnet rund 9 Milliarden Euro gegeben.Im Zentrum steht eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Marrakesch – dem touristischen Herz des Landes. Bis 2030 soll die neue Verbindung von Kenitra an der Atlantikküste bis nach Marrakesch führen, mit Zwischenhalten in Rabat und Casablanca. Für die 430 km lange Strecke sind Züge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 350 km pro Stunde vorgesehen. Die Reisezeit zwischen Marrakesch und Tanger wird damit um zwei Stunden verkürzt – auf nur noch zwei Stunden und 40 Minuten. Der staatliche Bahnkonzern ONCF hat den Kauf von 168 neuen Zügen für rund 2,7 Milliarden Euro bekannt gegeben. Geliefert werden diese unter anderem von Frankreich, Spanien und Südkorea (Alstom, CAF und Hyundai). Den HGV bedienen künftig Avelia Horizon-Doppelstockzüge von Alstom mit einer Kapazität von 640 Passagieren und einer Reisegeschwindigkeit von 320 km/h. Die Maßnahmen sind auch als Vorbereitung Marokkos auf die Fußballweltmeisterschaft 2030 zu sehen.

(Tracknews v. 27. 06. 2025)

Angola/Sambia

Die afrikanischen Staaten Angola und Sambia haben eine Absichtserklärung über den Bau eines 830 Kilometer langen Eisenbahnkorridors unterzeichnet. Er soll das Binnenland Sambia mit dem wichtigen Atlantikhafen Lobito in Angola verbinden. Während der Personenverkehr weniger eine Rolle spielen dürfte, ist für Sambia vor allem der schnelle Export von Kupfer, Kobalt und anderen Mineralien von Bedeutung. (u.a. WKZ/Lok-Report)

Amerika

Hawaii

Nach Jahren der Abstellung wurde eine 100 Jahre alte Dampflok wieder zum Leben erweckt. Das Grove Farm Museum meldete, dass die Lok aus dem Jahre 1925 bei der Zucker-Gesellschaft von 1945 bis 1953 zum Transport von Zuckerrohr  eingesetzt war. Auch wurden mit der Restaurierung gleich die Schienen erneuert. Das Museum will historische Zugfahrten organisieren, um dieses Erbe für künftige Generationen zu erhalten.

(Honolulu News v. 3. Juli 2025)

USA

Die kalifornische Federal Railroad Administration (FRA) droht mit Kürzung von 4 Mrd. USD zum Bau der kalifornischen Hochgeschwindigkeitsstrecke. Das Projekt habe in rund 15 Jahren etwa 6,9 Mrd. USD an Bundesmitteln erhalten, aber noch keine einzige Hochgeschwindigkeitsstrecke gebaut. Selbst mit fortgesetzter Unterstützung des Bundes fehlen dem Projekt noch weit mehr als die Hälfte der Mittel, um auch nur einen Bruchteil der Strecke fertigzustellen. Der Streit zwischen den beteiligten Behörden hält an und verzögert den Bau weiter. (WKZ, Quelle California High-Speed Rail Authority)

Peru/Brasilien

Brasilien und Peru planen eine neue transkontinentale Bahnlinie von der brasilianischen Atlantikküste bei Ilheus nach Chancay an der peruanischen Pazifikküste. Die 2.700 km lange Strecke ist auf brasilianischer Seite teilweise schon vorhanden bzw. im Bau. China soll nun die Planung der Verlängerung nach Peru vorantreiben. (u.a. WKZ/Lok-Report)

Brasilien

Das brasilianische Verkehrsministerium plant die Konzessionsvergabe für über 10.000 Kilometer aktuell stillgelegter Bahnstrecken im Land. Durch die Ausschreibung der Konzessionen sollen private Unternehmen ermutigt werden, Bahnstrecken für den Personen- und primär Güterverkehr zu reaktivieren. (u.a. WKZ/Lok-Report)

Europa

Spanien

Die einzige U-Bahnlinie in der mallorquinischen Hauptstadt Palma wurde vom bisherigen Endpunkt an der Balearen Universität rund 1,4 km verlängert bis zum neuen Endpunkt Parc Bit, einem Wirtschafts- und Technologiepark. Die neue Strecke verläuft weitgehend unterirdisch. Der Endpunkt ist aber oberirdisch. Mit der Streckenverlängerung ist die meterspurige Metro von Palma jetzt 9,9 km lang. Die Fahrzeit von der Placa Espana bis zur Endstation Parc Bit beträgt etwa 15 Minuten.

(W. Kieslich, Lok Report Juli 2025)

Italien

Matteo Salvini, Chef der rechtspopulistischen Lega-Partei, hat bei sich seinem Amtsantritt als Verkehrs- und Infrastrukturminister 2022 vorgenommen, endlich eine Brücke über die Straße von Messina zwischen dem italienischen Festland und Sizilien zu verwirklichen und sie als militärisch relevante Infrastruktur zu kategorisieren, auch um die hohen Kosten von 13,5 Milliarden Euro zu rechtfertigen. Die EU hat die Notwendigkeit der projektierten Brücke bereits als südlichstes Element des transeuropäischen Verkehrskorridors  anerkannt. Güter- und Personenzüge brauchen per Fähre oft Stunden für die drei Kilometer, auf einer Brücke wären es hingegen nur Minuten. (Tracknews v. 25.07.2025)

Italien

Die Hochleistungsbahnstrecke Neapel – Bari hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: der Casalnuovo-Tunnel auf der Strecke Neapel – Cancello wurde am 21. Juli 2025 in modernstem Bauverfahren fertiggestellt. Nach Fertigstellung der gesamten Hochgeschwindigkeitsstrecke wird sich die Fahrzeit zwischen Neapel und Bari erst einmal von derzeit 4 Stunden auf 2:40 Stunden verkürzen. Insgesamt wird die künftige Strecke 145 km lang sein und 15 neue Tunnel sowie 25 Viadukte umfassen. Sie ist ausgelegt für Tempo 350 km/h. Die Strecke ist integraler Bestandteil des skandinavisch-mediterranen Korridors des TEN-T-Netzes, einer strategischen Achse, die Süditalien mit Norditalien und damit mit ganz Europa verbindet.

(Tracknews v. 25. 07. 2025)

Schweden

Nach 5½ Jahren Bauzeit wurden der 2,8 km lange Varbergtunnel, der neue Bahnhofsbereich, das neue Bahnhofsgebäude und die 9 km lange Doppelspurstrecke eingeweiht. Varberg liegt auf der Westküstenbahn zwischen Göteborg und Lund, eine der wichtigsten Eisenbahnverbindungen Schwedens. Die Fahrzeitverkürzung liegt bei 5 Minuten, bis 2030 sollen es 15 Minuten sein.

(Tracknews vom 18. 07. 2025)

Serbien

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Subotica – Novi Sad wird bis Ende August 2025 für Güter- und Personenverkehr geöffnet. Allerdings sind noch ein paar gravierende Mängel zu beheben. Die Strecke stellt ein Teilstück des Korridors Athen – Skopje – Belgrad –  Budapest dar und kann mit bis zu 200 km/h befahren werden. Ein Zug von Athen bis Budapest braucht  aktuell für die rund 1500 km lange Strecke im besten Fall vier Tage. In (ferner) Zukunft soll die Fahrzeit auf 14 Stunden sinken. Besonders für China hat die Linie große strategische Bedeutung, da es damit den Hafen Piräus mit dem Güterverkehrsknoten Budapest verbinden kann.

(Tracknews v. 04. 07. 2025)

Großbritannien/Schottland

Für diesen Herbst ist ein umfangreiches Sanierungsprojekt im Wert von umgerechnet 5,2 Mio. Euro für die Bahn nach Kyle of Lochalsh in den schottischen Highlands geplant. Dazu ist die Strecke vom 19. Oktober bis zum 10. November 2025 gesperrt, um unter anderem 7,2 km Gleis zu erneuern. Der aufkommende Fremdenverkehr und die einflussreiche Highland Lobby verhinderten die Stilllegung der landschaftlich sehr schönen Strecke in den 1960er Jahren. Für die knapp 70 km lange Strecke ab Dingwall brauchen die werktäglich vier verkehrenden Züge über zwei Stunden.

(Tracknews v. 01. 08. 2025)

Großbritannien

Die Freunde der Stockton & Darlington Railway haben jetzt zusammen mit Hitachi Rail bekannt gegeben, dass das älteste Bahnhofsgebäude der Welt aus dem Jahre 1826 – der Bahnhof Heighington in der britischen Grafschaft Durham –  auf Dauer gerettet werden konnte. Es wurde zuletzt als Pub genutzt, ehe es in 2017 geschlossen wurde, weil es baufällig geworden war. Anlässlich der 200-Jahr-Feier der britischen Eisenbahnen wurde das historische Gebäude  nun dauerhaft restauriert. An der Stelle des Bahnhofs wurde 1825 die von George Stephenson entworfene „Locomotion No. 1“ auf die Gleise gestellt. (Tracknews v. 01. 08. 2025)

Asien

China

Der Hochgeschwindigkeitsausbau lässt den Rest der Welt alt aussehen. China hat schon jetzt das längste Netz für Hochgeschwindigkeitszüge der Welt. Mit 48.000 Kilometern ist es mehr als doppelt so lang wie das aller anderer Länder zusammen. Und es wächst immer weiter. Schon Ende des Jahres soll die Marke von 50.000 km erreicht sein. In Deutschland sind es knapp 3000 km. Von Peking bis ins 1300 km entfernte Shanghai braucht der Zug nur rund viereinhalb Stunden. 52 Mio. Menschen fuhren im vergangenen Jahr zwischen den beiden Megastädten mit dem Zug;  mit dem Flugzeug waren es nur knapp neun Millionen. Chinesische Züge gelten zudem als äußerst pünktlich, sauber und komfortabel. 97 Prozent der Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern sind bereits an das Netz angeschlossen. (Tracknews v. 03.08. 2025)